Philosophie

Kunst des Lehrens

Als Didaktiker vermitteln wir mit großer Begeisterung die Grundlagen und Erkenntnisse der modernen Medizin und Psychologie mit ihrer jeweils stark naturwissenschaftlichen Orientierung. Auf diese Vermittlung haben wir uns in vielen Jahren theoretischer Auseinandersetzung, praktischer Lehrtätigkeit und forschender Konzeptentwicklung spezialisiert. So helfen wir unseren Studierenden und Teilnehmern, ein solides Fundament aufzubauen und die zu meisternden Prüfungshürden erfolgreich zu nehmen.

Über die Grenzen hinaus

Als fachliche “Grenzüberschreiter” sind wir ebenso bestrebt, die bestehenden Konzepte nicht nur effektiv zu vermitteln, sondern auch sinnvoll zusammenzuführen und – wo wir es vermögen – zu ergänzen.

Von ihrer naturwissenschaftlichen Basis ausgehend, unterstützen wir die paradigmatische Erweiterung der medizinischen und psychologischen Wissenschaften, hin zu einer stärkeren Berücksichtigung des kommunikativen und prozessorientierten (funktionellen) Denkens.

Wissenschaft vom Lebendigen

Sowohl die Medizin wie auch die Psychologie sehen wir in einem umfassenden Sinne als biologische Disziplinen, somit als Wissenschaften vom Lebendigen. Biologisches Denken aber heißt interdisziplinär und integrativ denken.

Der Dualismus einer “geistlosen” Somatik einerseits und einer “körperlosen” Psychologie andererseits, weicht dann einer “bi- oder polyperspektivischen” (v. Uexküll) Betrachtung des Menschen in seiner bio-psycho-sozialen Ganzheit.

Philosphie des Privatinstitut me-di-kom Karlsruhe

Die aktuelle Forschung zeigt in eindringlicher Weise, wie genetische Dispositionen und die durch sie beeinflussten somatischen Prozesse in ständiger Wechselwirkung mit dem Erleben und Verhalten sowie den zwischenmenschlichen Beziehungserfahrungen des Menschen stehen. Nicht in einem additiven, sondern in einem integrativen Sinne, sehen wir Psychisches und Körperliches als eine untrennbar miteinander verschränkte leib-seelische Einheit.

Jede Krankheit wie auch jede therapeutische Intervention kann sich somit immer nur im Körperlichen und im Psychischen vollziehen.

Paradigmenwechsel

Weder Medizin noch Psychologie können Interdisziplinarität und Integration allein mit naturwissenschaftlichen Methoden erreichen, denn diese vermögen es nicht, die Gesamtheit menschlicher Lebens- und Leidensvariationen zu erfassen.

Der naturwissenschaftliche Blick ist ein Blick von außen. Nur mit einer “sprechenden” und “verstehenden” Medizin”, d.h. der Orientierung auf den Faktor Kommunikation, ist die notwendige Perspektivenerweiterung möglich.

Sprechende Medizin

Die je individuell ausgestaltete Persönlichkeit sowie die Einbindung in eine bestimmte Umwelt sind elementare Aspekte menschlichen Daseins und somit auch seiner Erkrankung. Nicht nur in objektiv messbaren Einheiten, sondern auch in der Selbstwahrnehmung, im Selbsterleben und schließlich in der zwischenmenschlichen Begegnung manifestieren sich pathologische Phänomene. Nur ein Blick nach “innen”, das subjektiv Empfundene, Erfahrene und Erlittene erfassend, vermag Einblicke in “eigene” Sphären zur gewähren. Erst die Verbindung von Innen und Außen ermöglicht ein umfassendes Bild des Menschen.

Nur einer Forschung, die sich sowohl “analysierend-messender” naturwissenschaftlicher, wie auch “verstehender” geisteswissenschaftlicher Methoden bedient, kann eine Annäherung an das Ziel gelingen, Körper und Geist zur Einheit zu bringen.

Regulations- und Komplementärmedizin

Komplementärmedizin bei me-di-kom

Neben dem Bestreben zu einer neuen “therapeutischen Kommunikationskultur” zu finden (“narrative Wende”), deutet auch die stärkere Würdigung einer “funktionellen” Betrachtungsweise des Menschen als eines bio-psycho-sozialen, sich selbst organisierenden Systems, auf eine Erweiterung traditioneller Denkmuster hin.

Die Regulationsmedizin vereinigt das Wissen der sog. biologischen Medizin (östliche und westliche Naturheilverfahren, Klima- und Kurmedizin, Pflanzenheilkunde, manuelle Medizin, Homöopathie) mit der wissenschaftlich orientierten Betrachtung des Menschen. Sie orientiert sich sowohl in der Untersuchung wie auch in der Behandlung an den vielfältig verknüpften Funktionen des Menschen im medizinisch-biologischen, im psychisch-emotionalen und im sozialen Bereich.

Von der Struktur zur Funktion

Die Regulationsmedizin betrachtet den Organismus unter dem Primat der Funktion (“Leben ist Prozess, nicht Struktur”) als offenes, komplexes, sich selbst regulierendes System, das im ständigen Austausch mit seiner Umwelt steht.

Gesundheit wird als Ausdruck der gelungenen, balancierten Interaktionen seiner Teilsysteme, sowie des Gesamtorganismus mit seiner stofflichen und sozialen Umgebung verstanden.
Methoden der Regulationsmedizin sind bestrebt, eine fehlgeleitete oder fehlende Regulationsfähigkeit wiederherzustellen (“Rebalancierung des Systems”), indem sie dem Organismus Impulse geben, auf die er wiederum reagiert und so die Korrekturschritte einleitet.

Vielfältige Formen der Impulssetzung

Diese Impulse können z.B. durch eine taktile Stimulation, eine sanfte Medikation oder eine heilsam wirkende Kommunikation gesetzt werden. Völlig unterschiedliche Ansätze können zum gleichen Endresultat, nämlich einer gesteigerten oder wiederhergestellten Regulationsfähigkeit führen.

Das Ideal

Medikom Philosophie

Das Bild des somatologisch kompetenten, funktionell denkenden, kommunikativ ausgebildeten und sozialpsychologisch versierten Therapeuten sollte nicht als Ideal fallengelassen werden, nur weil es kaum zu realisieren ist. Das liegt in der Natur von “Idealen”.

Mit unserem Bildungsangebot möchten wir Therapeuten und Therapeutinnen aller Richtungen dazu einladen, neue Perspektiven kennenzulernen und ihr Repertoire im oben beschriebenen Sinne zu erweitern.

Die Dialektik von Analyse und Synthese

Im Zuge einer immer weiter getriebenen Aufsplitterung von Wissens- und Kompetenzbereichen und der damit einhergehenden Erkenntnisflut, sollte nicht übersehen werden, dass der zergliedernden Analyse auch wieder eine Synthese folgen muss. Nur so kann die personale Ganzheit des Menschen im therapeutischen Prozess gewahrt und eine integrative und sinnvolle Therapie verwirklicht werden.